Durch Reto wurde ich wirklich gestärkt in dieser aussergewöhnlichen Zeit

#FüreinanderDa

Betreuung

Ja es gibt sie, diese Momente, in denen wir wirklich gerührt sind. Angetan von Menschen, die uns etwas Gutes getan haben, die uns unterstützt haben, gerade in dieser aussergewöhnlichen Zeit. In der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage nennen wir dies: unseren Mitmenschen auf die Weise des Herrn dienen oder „Betreuung“ (engl. Ministering).

Ich habe kürzlich gehört, wie Reto seinen Betreuungsauftrag ernst genommen hat und alleinstehenden Schwestern durch das Bereitstellen des Abendmahls diente. Esther, eine Schwester dieser Runde, sagte darauf, dass sie sonst nicht die Möglichkeit gehabt hätte, am Abendmahl teilzunehmen und sie dadurch wirklich gestärkt wurde in dieser ausgewöhnlichen Zeit. 

Dann erreichte mich die Nachricht von Natascha, die gerade für längere Zeit im Spital ist und keine Besuche empfangen darf, aufgrund der Corona-Pandemie. Sie freut sich so darüber, dass die Schwestern aus ihrer Gemeinde ihr fast täglich nette Botschaften schreiben und sie motivieren. Sie fühlt sich dadurch nicht alleine und weiterhin der Gemeinde zugehörig.

Sandra, eine Leiterin der Jungen Damen, hat sich für die 12 bis 18-jährigen Mädchen ihrer Gemeinde etwas Besonderes ausgedacht. Viele der Mädchen sind traurig darüber, dass sie sich momentan nicht sehen können und sie vermissen die Gemeinschaft untereinander. Sandra hat dies gespürt und sich überlegt, wie sie die Teenager doch zueinander bringen kann. Sie haben an einem Abend eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet und kreative Spiele miteinander gespielt, z.B. Suche zu einem Begriff das passende Foto und teile es im Chat. Sandra berichtete, dass sie einen wirklich schönen Abend hatten und viel gelacht haben. 

Sich um seinen Mitmenschen zu kümmern oder anders gesagt füreinander da zu sein, hat in der Kirche Jesu Christi Tradition. Ganz im Sinne von Jesus Christus nehmen wir uns unserer Menschen an und achten darauf, wie wir einander unterstützen können. Vergleiche dazu in der Bibel gibt es unzählige. Jesus und Lazarus, Jesus der Menschen heilt, Jesus der seine Mitmenschen aufgerichtet. So ist die Betreuung für viele Mitglieder der Kirche zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Und das Schöne ist, dass jeder jedem helfen kann und diese Art und Weise der gegenseitigen Hilfe keine Grenzen kennt. Es gibt immer Menschen, denen geholfen werden kann. 

Was hast du in den letzten Tagen erlebt? Hat dir eine Person geholfen und dich unterstützt? Lass andere daran teilhaben mit dem Hashtag #FüreinanderDa